Die Christlich-jüdische Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes (CJAS) hat am 15. März 2015 – erstmals an Architekten – die Friedrich-Schlomo-Rülf-Medaille verliehen. Diesjährige Preisträger waren die Saarbrücker Architekten Andrea Wandel und Prof. Wolfgang Lorch, die für ihren maßgeblichen Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur ausgezeichnet wurden.
Sie realisierten international beachtete Beiträge zur deutschen Erinnerungskultur wie auch zur neuen Synagogenarchitektur, z. B. das Mahnmal Gleis 17 in Berlin-Grunewald, der Neubau der Synagoge in Dresden, das Jüdische Zentrum am Jakobsplatz in München, das Informationszentrum der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück sowie das Dokumentationszentrum Hinzert. Die Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen gewürdigt.
In seiner Laudatio ging Prof. Herbert Jochum, katholischer Vorsitzender der CJAS, insbesondere auf die Arbeit an der Dresdner Synagoge ein und führte aus: „Die am 9. November 2001 eingeweihte neue Synagoge ... hat unsere Architekten weltberühmt gemacht“.
Kammerpräsident Prof. Heiko Lukas betonte in seinem Grußwort: „Die ausdrucksstarken Bauten des Büros wirken geradezu einfach, minimalistisch. Die Tiefe erschließt sich bei näherem Sehen und beim Beschreiten und Erleben des Ortes. Ort, Kontext und Geschichte werden in die Materialität der Bauwerke integriert. Dies führt zu Unikaten architektonischer Formen ... Die Arbeiten bilden einen durchgängigen Diskurs mit historischen, politischen und gesellschaftsbezogenen Themen unserer deutschen Geschichte.“
Im Namen der AKS gratulierte Lukas dem erfolgreichen Architektenteam zur Verleihung der Friedrich-Schlomo-Rülf-Medaille.
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