Stiftung Baukultur - Saar: Einladung der Kammermitglieder

Stiftung Baukultur - Saar: Einladung der Kammermitglieder

Meldungen, Veranstaltungen

Diskurs am 07.04.2011: von links: Michael Braum, Barbara Renno, Arno
Sighart Schmid, Knut Göppert (Foto: Rainer Christ)

Kerstin Molter und Mark Linnemann (Foto: Cornelia Noll)


Am 9. Dezember 2011 - kurz nach der Mitgliederversammlung - waren die Kammermitglieder zu einem Termin mit dem Thema „Stiftung Baukultur - Saar" eingeladen. Ziel war es, den Kammermitgliedern die Stiftungsstrukturen und die - aufgrund der Neuwahl des Vorstandes - geänderte Zusammensetzung des Stiftungsvorstandes und -beirates darzulegen sowie über die bisherige Arbeit der Stiftung zu informieren. Breiten Raum sollte auch die Diskussion über die künftigen Schwerpunkte der Stiftung einnehmen.

30 Kammermitglieder folgten dieser Einladung. Prof. Heiko Lukas, als Kammerpräsident gleichzeitig neuer Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, erläuterte umfassend Struktur und Projekte der Stiftung.

Zur Erinnerung: Die Gründung der Stiftung Baukultur - Saar war im Juni 2009 mit einem Festakt im Völklinger Weltkulturerbe begangen worden. Bis heute hat die Stiftung runde Tische, Vorträge zu baukulturellen Themen sowie Diskussionsrunden initiiert.

Die finanziellen Mittel der Stiftung sind zurzeit sehr begrenzt. Mit ihrer Einlage von 50.000 € hatten die AKS-Mitglieder die Gründung der Stiftung ermöglicht. Weitere Zustiftungen ergingen vom Land (25.000 €) und von der Bank1Saar (5.000 €). Das Stiftungskapital von 80.000 € darf nicht angetastet werden, lediglich die Zinserträge können verwertet werden.

Die Arbeit der Stiftung wurde bislang vom Stiftungsvorstand und der Geschäftsstelle der AKS erledigt. Kosten wie Honorare, Porto etc. werden von der AKS vorgelegt und von der Stiftung rückerstattet.

Die sogenannten Stiftungsorgane sind Vorstand (max. 3 Personen, derzeit Präsident und Vizepräsident der AKS als geborene Mitglieder sowie Prof. Peter Schweitzer) und Beirat (4 – 11 Personen, derzeit 6 Vorstandsmitglieder). Satzungsänderungen können auf gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Beirat mit einer Zweidrittelmehrheit gefasst werden.

Die unterschiedlichen, von der Stiftung initiierten Veranstaltungen hatten 2011 die Themen „Identität" und „Nachhaltiges Bauen" zum Inhalt. Am 7. April 2011 fand eine Diskussionsrunde im Studio Eins des SR mit dem Thema „Worauf wir bauen – Identität und Baukultur heute" statt. Prominente Teilnehmer waren Prof. Michael Braum (Vorsitzender der Bundesstiftung Baukultur), Prof. Arno Sighart Schmid (Ex-Präsident der BAK) und Knut Göppert (Geschäftsführer von Schlaich Bergermann und Partner). Die Diskussion wurde auf SR 2 Kulturradio übertragen.

Am 24. Februar und 14. Juli 2011 wurden die Ingenieurkammer, der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, das Ministerium der Finanzen, der Architekten- und Ingenieurverein, der Deutsche Werkbund Saar, das Institut für aktuelle Kunst im Saarland, der Bund Deutscher Architekten Saar, der Bund Deutscher Baumeister und der Landesdenkmalrat zum gemeinsamen Informationsaustausch eingeladen.

Von September bis November 2011 waren hochrangige Referenten zu einer 3-teiligen Vortragsreihe zum Thema „Nachhaltiges Bauen" bei der Stiftung zu Gast: Am 29.09. Kerstin Molter und Mark Linnemann aus Kaiserslautern („Wärmedämmverbundsysteme und das verlorene Ansehen der Architektur"), am 20.10. Jun.-Prof. Angèle Tersluisen von der TU Kaiserslautern („Energieeffizientes Bauen – kybernetisches Bauen") sowie am 24.11. Prof. Manfred Hegger („Nachhaltige Architektur – Label oder Zukunft des Bauens?").

Diese Vorträge haben sich großer Beliebtheit erfreut und zahlreiche Interessierte ins Haus der Architekten gebracht.

Im Verlauf des regen Gedankenaustauschs am 9.12. wurden u. a. folgende Anregungen gegeben:
- Der Vorstand der Stiftung sollte um 2 Personen erweitert werden.
- In den Beirat sollten möglichst bald bis zu 5 weitere Mitglieder berufen werden, die über besondere Fähigkeiten im Sinne des Stiftungszweckes verfügen.
- Für die Stiftung Baukultur – Saar sollte eine Internetpräsenz eingerichtet werden.
- Um in Zukunft handlungsfähiger zu werden, ist die Stiftung Baukultur – Saar neben möglichen weiteren Zustiftungen insbesondere auf Spendengelder angewiesen; die Gründung eines Fördervereins sollte angedacht werden.


23.01.2012
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