Dabei sollten städtebauliche und bauliche Entwicklungen immer miteinander gedacht werden. Der Lockdown im Frühjahr hat gezeigt, wie wichtig öffentlicher Raum für den Menschen ist. So hat zum Beispiel nicht jeder einen Balkon oder Garten. Es gilt nun, gleichzeitig Nähe und Abstand zu schaffen. Durch die Anforderungen von Homeoffice und Homeschooling wird es zudem Anpassungen im Wohnungsbau geben.
Für die baulichen Herausforderungen, die in den nächsten Jahren auf das Saarland zukommen, werden nicht nur finanzielle Mittel, sondern vor allem Fachwissen und Weitblick gebraucht. „Optimal wäre, wenn an der Spitze der künftigen saarländischen Bauverwaltung eine fachlich qualifizierte Person wäre. Dies fordert die Architektenkammer für sämtliche Führungskräfte in Bauverwaltungen“, führt Schwehm weiter aus.
Die Architektenkammer empfiehlt: Ziele der Landesregierung sollten trotz allgemein angespannter Haushaltslage und pandemiebedingter Neuverschuldung unabdingbare Investitionen wie der Umbau von Schulen und Krankenhäusern sein.
Aber vor allem sollte das Saarland als attraktiver Lebens- und Arbeitsraum erhalten und weiterentwickelt werden.
Das Saarländische Ministerium für Inneres, Bauen und Sport ist neben dem Bauen unter anderem für die Bereiche Bürger und Staat, Bevölkerungsschutz, Datenschutz und Informationsfreiheit, Fortbildung, Kommunales, Bekämpfung von
Korruptionsfällen, Polizei, Sport und Verfassungsschutz zuständig (Quelle: www.saarland.de).