Kostenlose Beratung zu Planungswettbewerben

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Mehr Wettbewerb!
Der AKS-Wettbewerbsausschuss berät Kommunen kostenlos zu Wettbewerbsverfahren

Das Saarland braucht mehr Wettbewerb. 2023 war ein gutes Wettbewerbsjahr: Der Wettbewerbsausschuss der Architektenkammer des Saarlandes bearbeitete insgesamt 8 Verfahren. Davon wurden 6 Auslobungen die Übereinstimmung nach den GRW Saar bescheinigt, 2 Verfahren wurden nach den RPW ausgelobt. Auf das Jubeljahr folgte 2024 mit gerade mal 2 Planungswettbewerben.
Alternativ zu Planungswettbewerben schreiben Vergabestellen vermehrt VgV-Verfahren mit Lösungsvorschlägen aus. Das VgV-Verfahren ist dabei in 3 Stufen unterteilt: den Teilnahmewettbewerb, die Erarbeitung von skizzenhaften Lösungsideen durch die ausgewählten Büros und das abschließende Verhandlungsverfahren. Für die Lösungsvorschläge wird ein Pauschalhonorar gezahlt. Dieses wird schlussendlich bei Auftragserteilung mit dem Honorar verrechnet. Im Gegensatz zum Planungswettbewerb fehlen Anonymität und eine unabhängige Jury. Zudem kann es passieren, dass die Pauschalhonorare nicht auskömmlich sind. Dann sprechen wir von „grauen Verfahren“.

Oft wissen Auslobende gar nicht, wenn sie sich mit ihrer Ausschreibung in einer Grauzone befinden. Der AKS-Wettbewerbsausschuss unter der Leitung von Dipl.-Ing. Architekt Stefan Krüger berät potenzielle Auslobende unverbindlich und kostenlos zu Wettbewerbsverfahren. Städte und Gemeinden haben die Möglichkeit, über die AKS-Geschäftsstelle einen Beratungstermin zu vereinbaren. Mitglieder des Ausschusses beraten zur Wahl des Verfahrens, zum Beispiel offen, begrenzt offen oder 2-phasig, zur Besetzung des Preisgerichts, zu den Abgabeleistungen und der Terminschiene. Eine rechtliche Beratung ist grundsätzlich nicht möglich, aber die Ausschussmitglieder – die meisten sind erfahrene Wettbewerbsteilnehmer – berichten aus ihrem Berufsalltag und zeigen der auslobenden Seite Möglichkeiten auf, wie sie möglichst viele und qualitätvolle Entwürfe bekommen kann.

Bei vielen Bauaufgaben bietet sich das Verfahren des 2-phasigen Wettbewerbs an, für das der Ausschuss in seinen Beratungen oft plädiert. In einer ersten Konzeptphase werden niederschwellig skizzenhafte Ideen formuliert und erst eine engere Wahl erarbeitet in der folgenden Vertiefungsphase detaillierte Entwürfe. Der Ausschuss wirbt – so wie alle anderen Länderarchitektenkammern und die Bundesarchitektenkammer – dafür, die Eignungskriterien so gering wie möglich zu halten, um eine gute Auswahl an teilnehmenden Büros zu erhalten. Im besten Fall sollten die Eignungskriterien komplett entfallen und Teilnehmende gelost und gesetzt werden.

Das Ziel aller Beratungen ist, dass die auslobende Seite befähigt wird, ein faires Verfahren zu starten, das möglichst viele Planungsbüros – auch junge und kleine – anspricht. Die Wettbewerbsberatungen werden als Erfahrungsaustausch verstanden, von dem alle profitieren.

Text: Kim Ahrend


17.03.2025
Meldungen

Preisträger aus vergangenen saarländischen Wettbewerben: HDK Dutt & Kist GmbH (oben links), Christensen & Co., Kopenhagen/ Code of Practice Architects GmbH/ Gustin Landskab (oben rechts), Schätzler Architekten GmbH (unten links), Planungsgesellschaft Jörg Kühn mbH (unten rechts)

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