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Am Dienstag, 19.05., findet im Anschluss ein Gespräch mit Monika Kunz (Leiterin Stadtplanungsamt der Stadt Saarbrücken), Prof. Dr. Bernhard Zimmermann (Soziologe) und Prof. Dr. Ulrich Pantle (htw saar / Schule für Architektur Saar) statt.
WEM GEHÖRT DIE STADT – Den Bauherren, die sie kaufen? Den Beamten, die sie verwalten? Oder den Menschen, die sie bewohnen? In ihrem neuen Dokumentarfilm beobachtet die Kölner Filmemacherin Anna Ditges BÜRGER IN BEWEGUNG. Was passiert, wenn Anwohner, Investoren, Politiker und Stadtplaner ihre ganz unterschiedlichen Vorstellungen von der Zukunft ihres Viertels unter einen Hut bringen müssen? Mit unverstelltem Blick und einem Augenzwinkern erzählt die Kölner Filmemacherin Anna Ditges in ihrem Kinofilm WEM GEHÖRT DIE STADT – BÜRGER IN BEWEGUNG von einer existenziellen Auseinandersetzung zwischen Menschen mit unterschiedlichen, oft unvereinbaren Lebenswelten und Wertevorstellungen.
Als ein Großinvestor ankündigt, auf einem ehemaligen Industriearealmitten in Köln-Ehrenfeld eine Shopping Mall zu bauen, werden Proteste laut. Der Bürgermeister des Stadtteils versucht zu vermitteln: Er möchte die Anwohner an der Gestaltung ihres Viertels beteiligen. Doch während in der Bürgerinitiative noch über visionäre Alternativen diskutiert wird, hat die Stadtverwaltung schon ganz andere Pläne auf dem Tisch... Im Spannungsfeld von Engagement, Eigennutz und Sinnstiftung geht der Film der Frage nach, wie Demokratie im Alltag funktionieren kann und wie viel politische Verantwortung die eigene Heimat für jeden Einzelnen bedeutet.
(wemgehoertdiestadt-derfilm.de)
Das Helios-Areal gilt als Herzstück des Kölner Stadtteils Ehrenfeld: Mit seinem weithin sichtbaren Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert, mit den alten Werkhallen, in denen sich Clubs und Konzerträume, Werkstätten und Kreativbüros eingerichtet haben, und mit den vielen Brachflächen dazwischen verkörpert das idyllisch-heruntergekommene Gelände das besondere „Potenzial“ eines früheren Arbeiterviertels, das gerade zum In-Viertel wird. Doch wo die Ehrenfelder einen ihrer letzten alternativen Lebensräume am Rande einer dicht bebauten Innenstadt bewahren möchten, sehen Investoren und Stadtplaner vor allem ein riesiges ungenutztes Grundstück in Bestlage, das immer weiter zu verfallen droht. Hier könnte so vieles entstehen, so viel gebaut und so viel Geld verdient werden. Großinvestor und Bauunternehmer Bauwens-Adenauer entscheidet sich für ein Einkaufszentrum.
Der Protest lässt nicht lange auf sich warten. Gastronomen und Handwerker, deren Existenz durch den geplanten Abriss auf dem Spiel steht, aber auch Anrainer und Nachbarn sehen die Shopping Mall als Bedrohung für die gewachsene Infrastruktur und für den Einzelhandel des Viertels. Unterschriften werden gesammelt und eine Bürgerinitiative gegründet, deren Arbeitsgruppen nachhaltige und bürgernahe Konzepte zur Nutzung des Geländes erarbeiten wollen. Mit Unterstützung von Bezirksbürgermeister Wirges, dem die Menschen in „seinem Veedel“ am Herzen liegen, kommt es zu einem Bürgerbeteiligungsverfahren, in dem Vertreter der Stadt zwischen den Interessen von Wirtschaft, Politik und Bürgerschaft vermitteln und abwägen sollen. Bald stehen erste Modelle im Raum. Kulturstätten, bezahlbarer Wohnraum, ein Park wäre schön, oder doch lieber ein Parkhaus? Visionäre und Pragmatiker, Radikale und Resignierte streiten über Machbarkeit und Kompromisse. Doch am Ende des konfliktreichen Prozesses steht eine Lösung, die so niemand erwartet hätte...
D 2014, R u B: Anna Ditges, K: Anna Ditges, M: Andreas Schäfer, F, 87 Min, Dokumentarfilm


