Ausstellung "Handbuch Innenarchitektur 2012/2013" - Nachlese

Ausstellung "Handbuch Innenarchitektur 2012/2013" - Nachlese

Meldungen, Veranstaltungen

Herausragende Innenarchitektur war vom 27.09. bis 14.10. im Haus der Architekten zu sehen. Möglich machte dies eine Ausstellung, die der BDIA zu seinem 60. Jubiläum konzipiert hatte. Die auf dem „Handbuch Innenarchitektur 2012/2013" basierende Ausstellung zeigte 22 von einer Jury ausgewählte Projekte. Mit dabei war auch das Projekt „Zahnvergnügen – Gemeinschaftliche Zahnarztpraxis in Pirmasens" von AKS-Mitglied Anja Welle aus Homburg.

Bei der Vernissage lobte Kammerpräsident Prof. Heiko Lukas die saarländische Berufsgruppe der Innenarchitekten für ihr großes Engagement. Die Idee, diese Ausstellung hier zu zeigen, sei anlässlich der hochkarätigen Veranstaltung „InnenArchitekturOffen" entstanden, die der BDIA-LV Rheinland-Pfalz/Saarland am diesjährigen Tag der Architektur veranstaltet habe. Daniela Sachs-Rollmann, Vorsitzende des BDIA-Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland, unterstrich, dass die Ausstellung das breite Aufgabenspektrum der Innenarchitekten zeige: den Messe- und Ladenbau, die Hotelgestaltung, Büros und Werkstätten, den Möbelentwurf usw.

Gastredner Prof. Rudolf Schricker, Vizepräsident des BDIA, schilderte eindrücklich das Berufsbild der Innenarchitekten und die Geschichte des BDIA.

Schricker betonte den wichtigen Einfluss der Innenarchitektur auf die Menschen und sprach von Wohlfühlfaktoren. Am Beispiel eines Heimes für Demenzkranke erläuterte er, dass mit einer maßgeschneiderten Innenarchitektur spürbare Verbesserungen sowohl für die Bewohner (geringere Medikation) als auch deren Pflegepersonal (geringerer Krankenstand) erreicht werden könnten. Der Satz seiner ehemaligen Professorin „Ihr müsst die Menschen lieben!" habe damals wie heute eine große Bedeutung für die erfolgreiche Arbeit eines Innenarchitekten. Jede Planung müsse individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt sein. Schricker empfahl die Vernetzung, d. h. Allianzen zu bilden; Einzelkämpfern riet er dringend umzudenken. Unterschiedliche Disziplinen könnten nur im Team erfolgreich bearbeitet werden.


30.10.2012
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