Auch in diesem Jahr findet in den historischen Gemäuern der Kaserne VI am Rande der Saarlouiser Altstadt wieder eine Architekturausstellung der Reihe „Architektur im Grenzbereich" statt. Eine Veranstaltung , die aus der saarländischen Kultur- und Kunstszene nicht mehr wegzudenken ist. Die Kammergruppe der Saarlouiser Architekten hat es gemeinsam mit der Stadt Saarlouis und dem Museum Haus Ludwig geschafft, ein jährliches Event ins Leben zu rufen und zu etablieren, welches weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus Bekanntheit und Anerkennung genießt.
„Architektur im Grenzbereich" ist eine Veranstaltungsreihe, die zunehmend über einen musealen Charakter hinauswächst, zugleich zeitgenössische Architektur ausstellt und, was vielleicht viel wichtiger ist, als Diskussionsplattform dient. Für die, die Architektur machen und die, die in ihr leben und arbeiten. Durch die dadurch ermöglichte Kommunikation untereinander werden sowohl alte Grenzen überwunden als auch neue Grenzen gefunden, und spätestens an dieser Stelle wird evident, dass der Zusatz „im Grenzbereich" lange nicht nur auf den Genius Loci des Ausstellungsortes in seiner Eigenschaft als grenznahe Stadt zu Frankreich und Luxemburg anspielt, sondern viel mehr deutlich macht, in welcher Vielschichtigkeit Architektur in Kontakt mit Grenzen tritt.
Als das Museum Haus Ludwig im Jahre 2004 unter Leitung von Dr. Claudia Wiotte-Franz eine Ausstellung über Werke des Architekten Helmut Striffler initiierte, war man sich über das große Interesse der Bevölkerung am Thema Architektur nicht bewusst.
Doch spätestens während des Symposiums „Architektur im Grenzbereich", zu welchem die Kammergruppe Saarlouis anlässlich der erwähnten Ausstellung eingeladen hatte, musste man nicht nur anhand der mangelnden Bestuhlung feststellen, wie groß das öffentliche Interesse wirklich war. Der Grundstein für eine jährliche Architekturveranstaltung war gelegt.
In diesem Jahr findet eine Ausstellung mit dem Untertitel „EXPORT - IMPORT" statt, die am 07.09.2008 eröffnet wird und am 27.09.2008 endet. Gezeigt werden Werke der Architekten Auer+Weber+Assoziierte, welche sich bereits seit 1998 in zunehmendem Maße auch mit „Auslandsprojekten" beschäftigen. Natürlich wird es auch diesmal wieder einen Vortrag und ein Symposium passend zur Thematik geben und jeder, der interessiert ist, zuzusehen, zuzuhören oder mitzudiskutieren, ist herzlich eingeladen.
Dipl.-Ing. Cathrin Schwehm