Dem guten Ruf der Ausbildung ist es zu verdanken, dass sich auch junge Menschen aus anderen Bundesländern um einen Studienplatz in Saarbrücken bewerben. Absolventen des Studienganges Architektur haben sehr gute Chancen, wenn Sie au-ßerhalb des Saarlandes Arbeitsplätze suchen.
Verbleibt in Saarbrücken künftig lediglich noch der Bachelorstudiengang, sind die Absolventen, die den Beruf des Architekten/der Architektin ausüben wollen, gezwungen, ihr Studium in einem Masterstudiengang an einer nichtsaarländischen Hochschule abzuschließen.
Es kann erwartet werden, dass dann noch mehr junge Menschen dem Saarland dauerhaft den Rücken kehren und die demografische Entwicklung, die im Saarland stärker ausfällt als in vielen anderen Bundesländern, noch verschärft wird.
Den regional ansässigen Büros werden dann die dringend benötigten Nachwuchskräfte fehlen.
Nach Ansicht der Architektenkammer des Saarlandes ist vor dem Hintergrund der finanziellen Lage des Saarlandes ein Sparen nach dem Motto „Koste es was es wolle“ der falsche Weg. Sparen mit nachhaltigem Erfolg kann nur gewährleistet werden, wenn junge, kreative Kräfte im Land gehalten werden, d. h. ein zukunftsfähiges Ausbildungsangebot gemacht wird. Der Masterstudiengang Architektur an der Schule für Architektur an der HTW gehört dazu und ist unverzichtbar.
Saarbrücken, 27. Januar 2014